Brand Wohn- und Geschäftshaus 

Einsatznummer: 001/2011
Datum: 4. Januar 2011
Alarmzeit: 11:36 Uhr
Art: BRAND
Einsatzort: Wolnzach, Preysingstraße 
Fahrzeuge/weitere Kräfte: ,


Einsatzbericht:

Wolnzach (WZ) In Flammen stand gestern Mittag ein Zimmer eines Wohn- und Geschäftshauses in der Preysingstraße. Durch Feuer, Rauch- und Rußschäden wurden dabei zwei Wohnungen fast völlig zerstört. Vier Personen, die sich im ersten Stock aufhielten, rettete die Feuerwehr über die Dachterrasse. Beißende Rauchschwaden stiegen gestern kurz vor Mittag aus den Fenstern des Hauses in der Preysingstraße 2 mitten im Wolnzacher Marktzentrum direkt neben der Pfarrkirche: Im Büro der Wohnung im ersten Stock war ein Feuer ausgebrochen, dessen Ursache laut Kriminalpolizei vermutlich ein technischer Defekt war. – Fotos: Rebl Es war kurz nach 11.30 Uhr, als der Alarm bei der Wolnzacher Feuerwehr einging und sich innerhalb von Minuten ein Großaufgebot an Rettungskräften im Marktzentrum sammelte – neben einer großen Menge an Passanten, die zur Mittagszeit gerade im Markt unterwegs waren und betroffen am Straßenrand die Lösch- und Rettungsarbeiten verfolgten. Dichte Rauschschwaden und züngelndes Feuer drangen aus den Fenstern im ersten Stock des Hauses in der Preysingstraße 2 direkt neben der Wolnzacher Pfarrkirche, in dem sich im Erdgeschoss ein Friseursalon und in den Obergeschossen Wohnungen befinden. Alarmiert hatte die Feuerwehr der Hausbesitzer selbst, Marktgemeinderat Christian Bäck. Er hatte sich nur wenige Meter entfernt in seinem Schreibwarengeschäft auf der gegenüber liegenden Straßenseite aufgehalten, als sein Sohn von der Wohnung aus im Laden anrief. „Bei uns brennt’s“ , habe dieser gesagt. Der 18-jährige Sohn, dessen Freundin und die 71-jährige Mutter von Christian Bäck waren in der Wohnung, als sie plötzlich Brandgeruch und das Feuer im Büro bemerkten. Zusammen mit Bäcks Ehefrau, die in die Wohnung hinübergeeilt war, flüchteten sie sich auf die Dachterrasse im ersten Stock. Denn zu diesem Zeitpunkt war der Rauch in der Wohnung zum Teil schon „wie eine Wand“, so Christian Bäck. Die Feuerwehr konnte nach ihrem Eintreffen – parallel zum Löschangriff – alle Gefährdeten schnell in Sicherheit bringen: Mit einer normalen Leiter holten die Einsatzkräfte alle vier Personen von der Dachterrasse. Sie wurden mit leichten bis mittelschweren Rauchgasvergiftungen zur Überwachung ins Krankenhaus gebracht. In ärztliche Behandlung musste sich außerdem ein junger Feuerwehrmann begeben, der ebenfalls eine leichte Rauchvergiftung erlitt. Ausgebrochen war das Feuer im Büro der Wohnung im ersten Stock, das ergaben die Ermittlungen der Kriminalpolizei Ingolstadt. Die Brandfahnder konnten gestern noch keine definitive Brandursache feststellen. Die Kripo vermutet aber einen technischen Defekt an einem Gerät als Auslöser. Obwohl die tatsächlichen Flammen laut Christoph Ilmberger, Einsatzleiter der FFW, nur in einem Zimmer, dem Büro, wüteten, ist der Schaden massiv. Denn bei dem Brand wurden sowohl die Wohnung im ersten Stock als auch eine weitere Wohnung im zweiten Stock durch Rauch und Ruß nahezu vollständig zerstört, so die Kripo. Sie beziffert den Schaden in ihren ersten Schätzungen auf mindestens 200 000 Euro. Inwieweit auch der Friseursalon in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist noch nicht klar. Dort sind aber mindestens Wasserschäden durch die Löscharbeiten zu beklagen. In dem Laden befanden sich bei Ausbruch des Feuers vier Friseurinnen und zwei Kunden. Sie seien von einem Passanten auf die Rauchschwaden aufmerksam gemacht worden, so eine Mitarbeiterin. Rund 30 Einsatzkräfte der FFW Wolnzach waren an den Löscharbeiten und der anschließenden Brandwache beteiligt. FFW und „Helfer vor Ort“ waren die Ersten, die am Brandort waren, gefolgt von Polizei und zahlreichen Rettungskräften aus Mainburg, Geisenfeld und Reichertshofen.

Von Katrin Rebl